30. September 2007

Seltsame Fundstücke...

Ich hinke mal wieder meinem englischen Blog hinterher, Asche auf mein Haupt...

Heute will ich euch zwei Fundstücke präsentieren, von denen ich bis heute nicht so recht weiss, was es eigentlich sein soll. Gefunden haben wir die Sachen, als mein Mann die Grundmauer freilegte, um eine Drainage zu legen, da wir ein paar Probleme mit aufsteigender Feuchtigkeit haben...

Und hier sind die beiden Gegenstände, beide in ca. 50 cm Tiefe gefunden:



Ca. 5 cm lang. Die Vermutungen im englischen Blog gehen vorwiegend in Richtung "Eckzahn" - entweder eines grossen Hundes oder eines Keilers. Andere Meinungen?

Und das hier:





Das Ding ist etwa 5 cm lang und definitiv aus Ton.
Ansonsten stehe ich hier aber noch komplett auf dem Schlauch. Die Vorschläge im englischen Blog scheinen mir wenig plausibel (Kerzenständer und Pfeife). Jede Idee ist willkommen ;)

22. August 2007

Historisches Pflaster renovieren, Teil 2

Nachdem wir die richtigen Steine ausgewählt hatten, begann der brutale Teil der Arbeit ;) Die Pflastersteine mussten in den Untergrund geschlagen werden. Mein Mann tat das indem er mit der stumpfen Seite unserer Axt auf ein auf den Steinen liegendes Holzstück schlug:



Es war ein furchtbar anstrengender Job, aber wir wollten keine Rüttelplatte benutzen, um die charakteristische Unebenheit des Pflasters zu erhalten.
Langsam aber sicher kamen wir voran:


und beendeten endlich diesen Arbeitsschritt:


In einem nächsten Schritt mussten dann die Zwischenräume mit einer Art Mörtel aufgefüllt werden. Wir benutzten dafür Mörtel (Kies-Sand) nach eigenem Hausrezept, den wir aus dem zuvor gesiebten Boden aus dem "Aushub" gewonnen hatten.





Danach entfernten wir den überschüssigen Mörtel durch Bewässerung, wieder Mörtel, wieder Bewässerung...


Und das ist das Ergebnis:


Ich finde es toll!

Historisches Pflaster renovieren

Unser Haus und die beiden Nebengebäude (eine Werkstatt und ein ehemaliges Stallgebäude, von den Vorbesitzern zu einem Seminarhaus ausgebaut) bilden einen Innenhof von ca. 150m². Der grösste Teil davon ist mit historischem Pflaster belegt, das aus Sandstein und Findlingen besteht.


Ich hatte das Foto für meinen englischen Blog bearbeitet und lasse es mit den englischsprachigen Begriffen hier drin.

Und so sieht das Pflaster in einer Nahaufnahme aus (ja, ich sollte häufiger Unkraut jäten...):


Aus welchem Grund auch immer fehlten ca. 2m² Pflaster vor dem Stallgebäude:


Da sich dieser Bereich nach jedem Regenguss in eine Art Feuchtbiotop verwandelte, haben wir uns entschieden, das fehlende Stück zu pflastern. Und natürlich wollten wir nach Möglichkeit Originalpflaster benutzen. Wir haben inzwischen gelernt, dass viel fehlendes altes Baumaterial, das im Lauf früherer Renovierungen entfernt wurde, noch irgendwo auf dem Grundstück zu finden ist.

Also haben wir angefangen, nach Pflastersteinen zu suchen... Und - haben tatsächlich welche gefunden: im Garten, in den Blumenbeeten, im ehemaligen Teich (überhaupt eine Fundgrube für allerlei Dinge, zuletzt tauchte eine alte Tür auf...):



Zunächst hat mein Mann etwas Boden entfernt (ca. 20 cm Dicke) und hat diese Vertiefung mit ca. 10 cm. Kiesel-Sand-Gemisch aufgefüllt und dann entsprechende Steine eingepasst, ein ziemliches Geduldsspiel:



Weiter geht's gleich in Teil II dieses Beitrags...

4. August 2007

Maus im Haus!

Zwar schon letztes Wochenende passiert, aber wer weiss, was mich morgen früh erwartet...

Wir haben Mäuse im Haus! Nun ja, eine allzu grosse Überraschung war das nicht, denn immerhin hat unser Haus ungefähr eine Million Risse, Spalten, kleine und grosse Löcher usw.

Allerdings ist es tatsächlich ziemlich ärgerlich, wenn man am Sonntag morgen um 4.30 Uhr in der früh von der eigenen Katze geweckt wird, weil sie eine dieser Mäuse gefangen hat, sie zu uns ins Schlafzimmer schleppt (zum Glück nicht ins Bett...) und dann in aller Seelenruhe mit ihr spielt, so dass die Maus piepst und quiekt wie wahnsinnig.
Du stehst also auf und entscheidest dich, der Katze ihr "Spielzeug" wegzunehmen, weil du die Maus davon abhalten möchtest, irgendwo unter einen Schrank zu kriechen, wo du sie nur noch riechen aber nicht mehr entfernen kannst. Du fängst die halbtote Maus, die aussieht wie durch den Fleischwolf gedreht und bringst sie nach draussen - in der Hoffnung, dass sie morgen nicht mehr da ist. Dann gehst du zurück ins Bett und versuchst zu vergessen, was du gerade gesehen hast, musst dich aber mit der tödlich beleidigten Katze herumplagen, die es nun - aus Rache für die geklaute Maus -auf deine Zehen abgesehen hat.

Und irgendwann gibst du einfach auf und denkst

SCHÖNEN SONNTAG EUCH ALLEN!

27. Juli 2007

Unsere Haustür: 1944, 2007 und in Zukunft?

Wir haben dieses alte Foto unserer Haustür von 1944 gefunden:

Aufnahme: © „Bildarchiv Foto Marburg“


Und so sieht die Tür - leider - heute aus:


Mein Mann hat eine kleine Änderung angebracht: Er hat den Briefschlitz vergrößert... ;) Wir bekommen ziemlich viele Pakete und unsere reizende Nachbarin nimmt sie wann immer möglich entgegen. In letzter Zeit überbordete das Ganze aber ein wenig, so dass es uns doch unangenehm wurde - daher der größere Briefschlitz:




Die jetzige Tür stammt wohl aus den 1950-ern und ist meiner Meinung nach echt hässlich... Wir wollen sie gelegentlich gegen eine alte austauschen (oder gegen eine neue, die nach alten Vorbildern gefertigt wird). Wir wollen das Oberlicht auf jeden Fall behalten, ansonsten wissen wir aber noch gar nicht, welche Tür es werden soll.

Um uns inspirieren zu lassen, sind wir einfach mal durchs Städtchen spaziert und haben andere Türen fotografiert. Ich finde es wirklich schwierig, mich für eine zu entscheiden, finde sie alle schön ;)



22. Juli 2007

Erster (missglückter) Versuch mit Lehm...

... oder: Es riecht nicht so wie es aussieht ... :)


Wie schon beschrieben, hatten wir ein Loch im Schlafzimmerfussboden und nachdem wir das alte Mäusenest losgeworden waren, mussten wir das Loch wieder füllen - schliesslich wollten wir es vermeiden, reinzustolpern und uns die Knöchel zu brechen.


Zur Erinnerung: Das alles passierte kurz nach unserem Einzug und wir waren noch etwas überenthusiastisch. Wir wollten daher das Loch mit Lehm füllen. Mein Mann organisierte ein Lehm-Stroh-Gemisch und los ging es:


Und das Ende der Geschichte? Es war viel zu viel und viel zu feuchter Lehm. Er trocknete nie recht aus und fing schliesslich an zu schimmeln:


Wir kratzten also alles wieder raus und füllten das Loch mit Gips - dem selben Material, aus dem der Rest des Fussbodens besteht...

Schliesslich verlegten wir einen Teppich:


Das soll nur eine vorübergehende Lösung sein, da wir irgendwann einen Holzboden (Dielen) verlegen wollen. Und ein Teppich im Schlafzimmer ist zugegebenermassen ziemlich gemütlich ;)

Soviel zu unseren ersten Abenteuern beim Herumpanschen mit Lehm...

Alles Gute zum Geburtstag!

An einem dieser Julitage wird unser Kater sieben Jahre alt. Wir wissen nicht ganz genau, wann er geboren wurde, da er ein Findelkind war. Wir fanden ihn während eines Waldspaziergangs: Er lag im Unterholz und piepste um sein Leben, wohl kaum zwei Wochen alt. Wir haben ihn dann erst mit der Spritze und dann mit der Flasche aufgezogen. Und er war ja sooooo süss:




Er ist zu einer wunderbaren Katze herangewachsen: eigenwillig aber immer liebenswürdig, ein wunderbarer Kumpan, der unser Haus mit viel Leben füllt. Und auch wenn manche Leute sagen, wir seien nur Dosenöffner für unsere Katzen, so denke ich doch, dass sie uns auch mögen.

Hier sind einige schöne Bilder von ihm, und alle, die eine schwarze Katze haben wissen, wie schwer sie zu fotografieren sind ;)